Presseinformationen

Die Muslime des Marwa Elsherbini Kultur- und Bildungszentrums Dresden e.V. gedenken im Freitagsgebet am 13. Februar 2015 des 70. Jahrestages der Zerstörung der Stadt
Seit dem Jahr 2009 engagieren sich mehr als 600 Muslime im Marwa Elsherbini- Kultur- und Bildungszentrum Dresden. Die Gemeinde vergrößert sich ständig und zählt mit Familienangehörigen derzeit 2000 Mitglieder. Darüber hinaus gibt es in der Stadt noch weitere muslimische Gemeinden.
Das Marwa Elsherbini Kultur- und Bildungszentrum sucht seit 2009 den Kontakt zu Schulen, Universitäten, Vereinen und zur Bürgerschaft, um das friedliche Miteinander durch Informationen und Begegnungen mit allen Bürgern zu fördern.
Viele Muslime haben in Dresden und Sachsen eine neue Heimat gefunden, arbeiten und studieren hier, ihre Kinder gehen in Kindertagesstätten und Schulen.
Die Gemeinden vergrößern sich ständig und die Muslime möchten das friedliche Miteinander aller Bürger der Stadt und des Landes aktiv mit gestalten. Eine große Herausforderung für die ansässigen Muslime ist die seit dem vorigen Jahr gestiegene Zahl der Asylsuchenden, die in ihren Gemeinden Aufnahme und Unterstützung finden und in das Alltagsleben integriert werden müssen. Um den interreligiösen Dialog zu fördern, öffnen die Gemeinden ihre Kulturzentren und laden die Interessenten ein, sich über das Leben der muslimischen Mitbürger informieren.
Die Muslime pflegen Kontakte zu verschiedenen Einrichtungen des öffentlichen, politischen und kulturellen Lebens und sind über dieses ständig wachsende Miteinander sehr froh.
Dankbar sind sie für die Zusammenarbeit mit offiziellen Vertretern des öffentlichen Lebens der Stadt und des Landes, der Polizei, den kirchlichen Gemeinden und den Bürgern, die sie unterstützen.
Dennoch haben die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate in Dresden und Deutschland auch bei den Muslimen eine große Verunsicherung hervorgerufen und teilweise auch alte Ängste und Befürchtungen wieder aufleben lassen.
Daher sieht Dr. Saad Elgazar, Vorsitzender des Marwa Elsherbini Kultur- und Bildungszentrums Dresden es als ein Zeichen der Hoffnung, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zu den Muslimen Deutschlands bekannt hat. Ebenso froh stimmen ihn die vielfältigen Aktionen, wie z.B. „Weltoffenes Dresden“ und das Konzert „Dresden ist bunt“ im Januar 2015 in der Stadt, dass die Bürger Dresdens und Sachsens für Weltoffenheit, Toleranz und ein friedliches Miteinander stehen.
Die Muslime Dresdens hoffen, dass in Zukunft neben der Frauenkirche, der Kathedrale und der Synagoge auch ein würdiges neues Kulturzentrum in der Stadt zum interreligiösen und interkulturellen Dialog einlädt.
Um ihre Verbundenheit mit der Stadt zu zeigen, gedenken die Muslime am 13. Februar 2015, 13.00 Uhr im Freitagsgebet des 70. Jahrestages der Zerstörung Dresdens.
Zum Freitagsgebet am 13. Februar 2015, das in arabischer, englischer und deutscher Sprache stattfindet, sind alle Interessenten herzlich in das Marwa Elsherbini Kulturzentrum in Dresden, Marschnerstraße 2, eingeladen.
Nach dem Freitagsgebet beteiligen sich die Muslime auch an der Menschenkette und am „Stillen Gedenken“ auf dem Dresdner Neumarkt“ vor der Frauenkirche.